Rechtsanwältin & Strafverteidigerin Manon Heindorf

Manon Heindorf


Vorladung


Im Laufe ihres Lebens erhalten viele Menschen eine polizeiliche Vorladung: Schuldige wie Unschuldige. Wenn Sie eine Vorladung als Beschuldigter von der Polizei erhalten haben, bedeutet dies, dass gegen Sie bereits ein Strafverfahren eingeleitet wurde. Es liegt also bereits eine strafrechtliche Ermittlungsakte der Polizei vor, weil gegen sie der Anfangsverdacht in Bezug auf eine Straftat gegeben ist.

In der Vorladung werden Sie aufgefordert, zu einem vorgegebenen Termin auf einer in dem Schreiben genannten Dienstelle zu erscheinen und hier Angaben zu den Vorwürfen zu machen. Gerade hierbei entscheidet sich oftmals der gesamte weitere Verlauf des Ermittlungsverfahrens. Unabhängig von Schuld oder Unschuld kann jeder in diese Situation kommen und sollte für diesen Fall seine Rechte kennen. Die Befragung durch die Beamten erfolgt zumeist nicht neutral oder unvorbereitet. Vielmehr sind die befragenden Beamten teilweise speziell auf die Vernehmung von Beschuldigten geschult und werden gegebenenfalls versuchen, Sie hier in Widersprüche zu verwickeln. Haben Sie sich hier einmal in solche Widersprüche verwickeln lassen, werden diese aktenkundig und das Gericht darf die Angaben voll verwerten.

Sobald sie also ein Vorladungsschreiben erhalten haben sollten Sie umgehend einen Strafverteidiger zu kontaktieren. Zudem sollten Sie wissen, dass das Erscheinen bei der Polizei ist nicht verpflichtend ist, selbst wenn es so in der Vorladung formuliert sein sollte. Deshalb ist es ratsam einen solchen Vorladungstermin nicht wahrzunehmen und einen Anwalt damit zu beauftragen die Ermittlungsakte anzufordern. Hieraus geht der Kenntnisstand der Behörden hervor. Ein strategischer Vorteil von entscheidender Bedeutung, denn bevor Sie sich zu den Vorwürfen erklären, kennen Sie den Stand der Ermittlungen.Sie wissen also, was die Behörden wissen.


Das Nichterscheinen bei der Polizei kann und darf zudem keine negativen Auswirkungen auf das weitere Verfahren haben, selbst wenn die Polizeibeamten Ihnen dazu „raten“ mit ihnen zu kooperieren. Sie sollten sich nicht beirren lassen und von Ihrem Schweigerecht Gebrauch machen. 

Auch wenn Sie nicht als Beschuldigter, sondern als Zeuge geladen sind, sollten Sie Ihre Bereitschaft zu Aussage davon abhängig machen, wie zielführend diese sein würde. Auch Zeugen sind nicht verpflichtet einer polizeilichen Vorladung Folge zu leisten, geschweige denn daraufhin eine Aussage zu machen. Lediglich gegenüber der Staatsanwaltschaft (bzw. seit der neuesten Strafrechtsreform auch gegenüber der Polizei, wenn die Vernehmung im Auftrag der Staatsanwaltschaft erfolgt) oder gegenüber einem Gericht müssen Sie als Zeuge grundsätzlich Angaben machen. Doch auch hier greifen teilweise Zeugnisverweigerungsrechte: Nicht zur Aussage gezwungen werden können etwa bestimmte Verwandte des Beschuldigten  oder Personen, die sich mit einer Aussage selbst belasten müssten.


Für Beschuldigte sind der Vorwurf einer Straftat und ein Ermittlungsverfahren oft ein absolutes Neuland. Deshalb zögern Sie nicht und kontaktieren Sie mich unter: 0201 43359064 oder füllen Sie nebenstehendes Kontaktformular aus. In vielen Fällen kann ein Verfahren zu diesem Zeitpunkt durch fachgerechte anwaltliche Beratung zur Einstellung gebracht werden, obwohl die Lage für die Mandanten auf den ersten Blick aussichtslos schien. Durch eine voreilige Aussage werden die Chancen auf eine Einstellung hingegen in aller Regel deutlich reduziert.  

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