Rechtsanwältin & Strafverteidigerin Manon Heindorf

Manon Heindorf


Begünstigung


Voraussetzungen

Wer einen anderen, der eine rechtswidrige Tat begangen hat, in der Absicht Hilfe leistet, ihm die Vorteile der Tat zu sichern, erfüllt den Tatbestand der Begünstigung. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sich die Vortat, zu der Hilfe geleistet wird, gegen fremdes Vermögen richtet, Ordnungswidrigkeiten genügen hierzu aber nicht. 

Hilfe leisten ist jede Handlung, die objektiv geeignet ist, den Täter bei der Vorteilssicherung zu unterstützen. Das Hilfeleisten muss zusätzlich auch in der Absicht erfolgt sein, dem Vortäter die Vorteile der Vortat zu sichern. Das ist dann der Fall, wenn es dem Begünstigenden gerade darauf ankommt, im Interesse des Vortäters die Wiederherstellung des durch die Vortat beeinträchtigten Zustands zu verhindern oder zu erschweren.

In manchen Fällen kann es Schwierigkeiten bereiten abzugrenzen, ob eine Begünstigung vorliegt oder eine Beihilfe zur Vortat. In einem solchen Fall ist der Wille des Handelnden maßgeblich. Will er dabei behilflich sein, die Tat erfolgreich zu Ende zu bringen, liegt eine Beihilfe vor, beabsichtigt er hingegen das vom Vortäter Erlangte gegen die Entziehung zu sichern, ist eine Begünstigung anzunehmen.

Des Weiteren gibt es diesem Begriff in Zusammenhang mit Insolvenzstraftaten, nämlich die Gläubiger- und die Schuldnerbegünstigung, vgl. § 283c bzw. § 283 d StGB. Eine Gläubigerbegünstigung liegt vor, wenn der Insolvenzschuldner in Kenntnis seiner Zahlungsunfähigkeit einem Gläubiger eine Sicherheit leistet oder bezahlt, obwohl diese dem Gläubiger nicht zusteht.  Schuldnerbegünstigung liegt dann vor, wenn ein Dritter dem Insolvenzschuldner insofern unterstützt, dass er Vermögensmassen, die eigentlich der Insolvenzmasse gehören, bei Seite schafft oder ähnliches.

 Straferwartung

§ 257 Abs. 1 StGB wird die Begünstigung mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Nach § 257 Abs. 3 S. 1 StGB wird derjenige nicht wegen Begünstigung bestraft, der schon wegen Beteiligung an der Vortat strafbar ist.

 


Dies gilt nach S. 2 allerdings nicht für denjenigen, der einen an der Vortat Unbeteiligten zur Begünstigung anstiftet. Bei der Begünstigung handelt es sich weiterhin um ein absolutes Antragsdelikt, sodass die Tat ohne Strafantrag nicht verfolgt werden kann.

Verteidigung

Sofern Sie diese Situation trifft und gegen Sie wird wegen Begünstigung ermittelt, sollten Sie dies nicht verharmlosen. Je nach Tathergang, schwere der Tat und dem persönlichen Strafregister kann eine Begünstigung durchaus empfindliche Strafen nach sich ziehen. Mit einem strafrechtlich versierten Anwalt an Ihrer Seite sind Sie für derartige Situationen indes gewappnet.

Ein Rechtsanwalt für Strafrecht kann die für Ihren Fall bestmögliche Verteidigungsstrategie erarbeiten und Sie vor unbedachten Äußerungen bewahren. Zudem ist es ihm möglich, im Rahmen eines laufenden Ermittlungsverfahrens für Sie Akteneinsicht zu beantragen. Wird bei der Polizei eine Beleidigung zur Anzeige gebracht, sollten Sie also nicht lange zögern. Je früher Sie sich an Ihren Anwalt wenden, umso besser kann er Sie verteidigen.

Geht Ihnen eine polizeiliche Vorladung zur Vernehmung zu, zögern Sie nicht und kontaktieren Sie mich bitte umgehend unter 0201 43359064 oder füllen Sie nebenstehendes Kontaktformular aus.

E-Mail
Anruf
Karte
Infos
Instagram